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WM in Stuttgart

Walter Sahra 05.12.2016

Am Wochenende vom 2. bis 4. Dezember fanden die diesjährigen Hallenradsport-Weltmeisterschaften in der Porsche-Arena in Stuttgart statt. Eine ausverkaufte Halle versprach 3 Tage Bomben-Stimmung.
Leider waren die 1er Frauen allesamt bereits am Freitag-Nachmittag noch vor der Eröffnungsfeier am Start, als sich noch nicht allzu viele Zuschauer an ihrem Platz befanden. Nathalie war um ca. 16:30 mit ihrer Kür an der Reihe.
Sie startete souverän und ruhig, musste dann aber doch noch einige Fehler in Kauf nehmen. Die Drehungen sind ihr nicht nach Wunsch gelungen und die strengen Augen der Kampfrichten werteten dementsprechend ab. Auch der Mautesprung (Sprung von Sattel auf Lenker) gelang ihr dieses Mal nicht. Da sie komplett neben dem Lenker landete, wurde ihr auch hier die gesamte Punktzahl der Übung abgezogen und der Sturz kostete zwei weitere Punkte.
Die 147.10 Punkte, die schlussendlich auf der Anzeige standen, waren enttäuschend. Die nach ihr startende Österreicherin Melanie Mörth stürzte mehrmals während ihrer Kür, schlussendlich klassifizierte sie sich aber mit 148.51 Punkten nur ganz knapp vor Nathalie.
Nach einem Block Radball war die nächste Schweizerin Seraina Waibel auf der Fläche zu sehen. Die Serie wollte nicht enden und auch ihr gelang keine Glanzleistung. Mit 144.99 Punkten reihte sie sich direkt hinter Nathalie ein.
Danach waren die vier Favoritinnen mit den höchsten Ausgangswerten am Start und sie qualifizierten sich erwartungsgemäss fürs Finale der besten vier, welches am Samstag ausgetragen wurde. Somit musste sich Nathalie mit dem 6. Schlussrang zufrieden geben, für eine Finalqualifikation hätte es aber kaum reichen können, da die vier Finalistinnen alle mehr als Nathalies Bestleistung ausfahren konnten.

Am Samstag im Finale konnte sich dann Lisa Hattemer (GER) durchsetzen und erstmals einen WM-Titel nach Hause nehmen. Zweite wurde Viola Brand (GER) vor der Slovakin Nicole Frybortova.

Das grösste Highlight aus Schweizer Sicht war mit Sicherheit der Gewinn des Titels in der Kategorie 4er offene Klasse. Die Mannschaft aus Sirnach lieferte sich bereits die gesamte Saison ein hitziges Kopf-an-Kopf Rennen mit dem deutschen Team. Spannung pur war also vorprogrammiert und diese zog sich auch durch bis zur letzten Sekunde. Beide Teams zeigten eine saubere Kür ohne grosse Fehler, die höhere Ausgangspunktzahl und weniger Abzüge in der Ausführung liessen die Schweizerinnen am Schluss jubeln.

Zwei weitere Bronzemedaillen für die Schweiz erkämpften sich Rahel Nägele und Fabienne Gamper in der Kategorie 2er Frauen und Yannik Martens bei den 1er Herren.

Im Radball musste sich das Schweizer-Team aus Altdorf/Uri nach einem Krimi-Finale wieder einmal gegen die Österreicher geschlagen geben. Nachdem sie während des ganzen Spiels immer wieder in Führung lagen, gelang dem Gegner 34 Sekunden vor Schlusspfiff das goldene Siegestor. 

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